Rebsorten von Pamid bis Putscheere: alle wichtigen Rebsorten mit dem Anfangsbuchstaben P

Weitere Rebsorten mit dem Anfangsbuchstaben P

Pamid, Pardillo, Pignerol oder Putscheere - welche dieser Rebsorten mit dem Buchstaben P kennen Sie? Keine? Kein Problem! Lernen Sie diese und viele weitere Sorten mit dem Anfangsbuchstaben P kennen.
Ist eine Rebe, zu der Sie Informationen suchen, auf dieser Seite nicht zu finden, dann werfen Sie einen Blick auf die Gesamtübersicht der Rebsorten mit P in unserem Lexikon. Sicherlich werden Sie dort fündig.

Pamid - rote Rebsorte

Pamid in Kürze

Sehr alte Sorte

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Bulgarien
  • Region: Bulgarien, Rumänien

Synonyme für Pamid Grechesky Rosovy, Koplik, Manakuki, Pamidi, Piros Szlanka, Plodvina, Rosioara, Zlanka

Pamid ist eine Rotweinsorte, die vermutlich schon sehr alt ist. Auf ihr Alter lassen die zahlreichen Synonyme und die verschiedenen Spielarten, die im Laufe der Zeit durch Mutationen entstanden sind, schließen. Ihr Ursprung wird in Bulgarien vermutet, wohl im Grenzgebiet zu Griechenland.

Über lange Jahre war sie die absolut dominierende Sorte Bulgariens und erfreute sich auch in einigen anderen Ländern Osteuropas großer Beliebtheit. Ihre Rebfläche ist seit einigen Jahren rückläufig, in Bulgarien hat sich der Bestand beispielsweise von 1990 bis 2010 mehr als halbiert. Dennoch ist die Pamid hier nach wie vor beliebt, ebenso in Rumänien, wo sie vor allem in Oltenien angebaut wird. Auch in Ungarn ist sie in zahlreichen Weingärten zu finden.

Die mittel reifende Rebsorte ist anfällig für beide arten des Mehltaus, aber widerstandsfähig gegen Botrytis. Sie erbringt hellrote Weine mit spürbarer Süße, aber wenig Säure, auch mangelt es ihr an Struktur und Körper. Die Rotweine und Roséweine, die aus Pamid gekeltert werden sind für den baldigen Genuss gedacht und gelangen kaum in den Export.

Lange wurde angenommen, dass die Pamid mit der weißen Rebsorte Dimiat verwand sein könnte, doch diese Theorie konnte trotz ähnlich lautender Synonyme für beide Sorten, nicht belegt werden.

Pampanuto - weiße Rebsorte

Pampanuto in Kürze

Seltene Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Apulien

Synonyme für Pampanuto Pampanino, Rizzulo Berühmte Weine aus Pampanuto

  • Castel del Monte Bianco

Pampanuto ist eine weiße Rebsorte, die aus Italien stammt (einige Experten gehen von einer Herkunft aus Griechenland aus). Es handelt sich um eine recht seltene Rebe, die in den 1970er Jahren nahezu ausgestorben war. Die Pampanuto konnte jedoch erfolgreich reaktiviert werden.
Bis heute ist die Pampanuto-Rebe, die auch unter den Bezeichnungen Pampanino und Rizzulo bekannt ist, recht selten zu finden. Sie wird ausschließlich im Süden Italiens, in Apulien, angebaut.
Der Anbau konzentriert sich auf die Region rund um Bari in Apulien. Dort ist eine Fläche von knapp 400 Hektar mit dieser Weißweinsorte bestockt.

Häufig wird die Pamapnuto mit den beiden anderen weißen Sorten Bombino Bianco und Trebbiano Giallo verschnitten. Daraus werden auf der einen Seite einfache Landweine gekeltert, aber auch der DOC-Weißwein Castel del Monte Bianco, für den die Pampanuto zugelassen ist. In diesem DOC-Wein kann die Pamapnuto sogar den Ton angeben, denn nach den offiziellen Vorgaben darf dieser Wein in beliebiger Mischung aus den Sorten Bombino Bianco, Chardonnay und Pamapnuto gekeltert werden, wobei der Anteil dieser Rebsorten bei 65-100% liegen muss. Es dürfen bis zu 35% andere weiße Sorten verwendet werden, die regional zugelassen sind.

Wein aus der Pampanuto-Rebe ist in der Regel sehr säurearm und kann als Stillweine sowie als frizzante oder spumante ausgebaut werden. Der geringe Säuregehalt dieser Sorte sorgt dafür, dass sie häufig als Verschnittpartner für deutlich säurehaltigere Sorten wie Trebbiano oder auch Bombino Bianco verwendet wird.

Pardillo - weiße Rebsorte

Pardillo in Kürze

Sorte mit großem Verwechslungspotential

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Spanien
  • Region: La Mancha

Synonyme für Pardillo Blanquillo, Marisancho, Pardilla, Verdoncho

Um die weiße Rebsorte Pardillo herrscht einige Verwirrung. Diese rührt nicht zuletzt daher, dass die Weißweinrebe noch bis 2009 offiziell Pardilla hieß. Allerdings kam es dadurch immer wieder zu Verwechslungen mit der Sorte Pardina, einer in der der Extremadura verbreiteten Bezeichnung für die Cayetana Blanca-Rebe. Pardillo wird dort synonym mit Pardilla verwendet. Um in diesem Fall für Klarheit zu sorgen, wurde die weiße Sorte, um die es hier geht schließlich in Pardillo umbenannt. Es gibt allerdings einige Synonyme, unter denen die Rebe in Spanien bekannt ist, zum Beispiel Blanquillo, Marisancho oder auch Verdoncho.
Weitere Verwechslungsgefahr droht dadurch, dass Pardillo ein gebräuchliches Synonym für die Sorte Albilo Real ist.
Es verwundert daher nicht, dass es immer wieder zu Verwechslungen mit diesen beiden Sorten kommt.

Die Pardillo wird ausschließlich in Spanien angebaut, vor allem in der Region La Mancha, wo sie gegenwärtig rund 4.000 Hektar belegt. Obwohl diese Fläche recht groß erscheint, ist die Sorte im Rückgang befindlich, denn im Jahr 2000 war die Fläche, die mit dieser Weißweinrebe bestockt war noch fast doppelt so groß.
Es handelt sich um eine spät reifende, ertragreiche Sorte, die anfällig für Botrytis ist, mit Dürre aber gut zurechtkommt. Aus ihr können alkoholstarke Weißweine mit recht neutralem Geschmack gekeltert werden.

Pardina - weiße Rebsorte

Pardina in Kürze

Neuzüchtung

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Italien

Synonyme für Pardina I.P. 130, Pirovano 130

Die weiße Rebsorte Pardina ist eine Neuzüchtung aus Italien. Sie ist 1923 am Forschungszentrum in Rom entstanden als der Rebenzüchter Alberto Pirovano die beiden Sorten Black Monukka x Citronelle kreuzte. In die Zuchtliste wurde damals allerdings Sciambese x Black Monukka eingetragen. DNA-Untersuchungen vor ein paar Jahren haben diesen Fehler ans Licht gebracht.
Die Pardina kann sowohl als Keltertraube als auch als Tafeltraube verwendet werden.
Gegenwärtig ist sie jedoch laut offizieller Erhebung in Italien nicht vertreten.

Pardina ist gleichzeitig ein Synonym für verschiedene spanische Rebsorten wie Albillo Mayor und Cayetana Blanca.
Hin und wieder kommt es auch zu Verwechslungen mit der Pardillo-Rebe aus Spanien, da diese Sorte in einigen Gegenden als Pardina bezeichnet wird.

Halten Sie gegenwärtig einen Wein in Händen, auf dessen Etikett die Rebsorte Pardina angeben ist, handelt es sich folglich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um einen Weißwein aus Spanien, der entweder aus Albillo Mayor, Cayetana Blanca oder Pardillo gekeltert wurde.

Pedro Gimenez - weiße Rebsorte

Pedro Gimenez in Kürze

Sorte für einfache Weine

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Spanien oder Argentinien
  • Region: Mendoza

Synonyme für Pedro Gimenez Pedro Grimenez Faux, Pedro Jimenez

Die weiße Rebsorte Pedro Gimenez wurde über viele Jahre als identisch mit der Pedro Ximenez angesehen. DNA-Untersuchungen haben allerdings inzwischen ergeben, dass es sich um zwei voneinander unabhängige Rebsorten handelt, die lediglich eine Namensähnlichkeit aufweisen.

Die Herkunft der Pedro Gimenez ist nach wie vor nicht mit Sicherheit geklärt. Es gibt zwei Theorien, die beide als gleich wahrscheinlich angesehen werden. Die eine Theorie geht davon aus, dass die Sorte mit den Spaniern bei der Eroberung Südamerikas auf den Kontinent gelangt ist. Die andere These besagt, dass es sich bei der Pedro Gimenez um eine aus Südamerika, vermutlich aus Argentinien, stammende Sorte handelt, die dort durch eine natürliche Kreuzung entstanden ist.
Vor Kurzem wurde eine weitere DNA-Analyse durchgeführt, um die Elternreben der Pedro Gimenez zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Untersuchung führt Criolla Chica x Muscat d'Alexandrie auf. Dieses Ergebnis ist allerdings nicht unumstößlich, da es nur auf 18 DNA-Markern basiert.
Vielleicht wird es in Zukunft mehr Klarheit geben.

In Argentinien, ihrer vermutlichen Heimat, ist die Weißweinrebe Pedro Gimenez auf gut 10.000 Hektar Rebfläche zu finden. Der überwiegende Teil dieser Anbaufläche ist in Mendoza gelegen. Sie wird dort im Verschnitt mit Cereza und Criolla Grande zu einfachen Massenweinen verarbeitet, die für den lokalen Markt bestimmt sind.
Kleinere Bestände der Pedro Gimenez gibt es auch in Chile. Dort wird die Sorte in erster Linie für die Erzeugung des Branntweines Pisco verwendet.

Peloursin - rote Rebsorte

Peloursin in Kürze

Nahezu ausgestorbene Sorte

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Savoyen

Synonyme für Peloursin Corsin, Dureza, Durif, Fumette, Gros Noir, Pelorsin, Pelossier, Pourret, Soler, Thuner

Die Peloursin ist eine wenig bekannte rote Rebsorte aus Frankreich. Ihr geringer Bekanntheitsgrad ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sie nur sehr selten kultiviert wird und inzwischen so gut wie nicht mehr zu finden ist. Die Peloursin wurde seit jeher nur in geringem Umfang angebaut, vornehmlich in Savoyen, im Osten Frankreichs. Dort kommt sie aber heute kaum noch vor.
Kleine Bestände gibt es gegenwärtig in der ostfranzösischen Weinregion Jura, die zwischen dem Burgund und der Grenze zur Schweiz gelegen ist. Des Weiteren wird die Rotweinrebe in Sonoma County in Kalifornien angebaut, wo sie in den 1880er Jahren eingeführt wurde. Aber auch in Kalifornien ist die mit Peloursin bestockte Rebfläche sehr klein.

Die Peloursin darf nicht mit der Rebsorte Durif verwechselt werden, auch wenn eines der für sie verwendeten Synonyme so lautet. Vor allem in Kalifornien gab es dadurch lange Zeit einige Verwirrung. Inzwischen ist aber klar, dass die dort vorhandenen Bestände an Petite Syrah (Durif) wirklich mit dieser Sorte und nicht mit Peloursin oder gar Syrah bestockt sind.

Die Peloursin ist eine mittel reifende Rebe, die anfällig für Botrytis und Schwarzfäule ist. Die Rebe kommt mit Kälte gut zurecht und entwickelt sehr kleine, dunkele Beeren.
Ihre Weine sind sehr tanninreich und farbintensiv, daher eignet sie sich recht gut als Verschnittpartner für blassere Sorten, die nicht so viel Rückgrat haben. In der Praxis kommt dies allerdings kaum vor, da die Rebe so selten angebaut wird.

Petit Rouge - rote Rebsorte

Petit Rouge in Kürze

Autochthone Rebe des Aostatals

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Italien / Schweiz
  • Region: Aostatal

Synonyme für Petit Rouge Orion Gris, Oriou, Picciou Rouge, Rouge du Valois, Voirard d'Aoste

Die Petit Rouge ist eine Rotweinrebe, die aus dem Grenzgebiet Italien / Schweiz stammt. Sie wird gegenwärtig fast ausschließlich im Aostatal, im Norden Italiens angebaut. Kleinere Bestände gibt es auch im Wallis, in der Schweiz. Allerdings ist die Petit Rouge nicht identisch mit der Humagne Rouge, was über lange Zeit hin vermutet wurde.
DNA-Untersuchungen, die im Jahr 2003 vorgenommen wurden, haben ergeben, dass es sich bei der Petit Rouge um eine eigenständige Sorte handelt, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus der natürlichen Kreuzung zwischen Petit Rouge x Mayolet hervorgegangen ist. Einen unumstößlichen Beleg für diese Annahme hat die Untersuchung allerdings nicht ergeben. Es könnte sich auch um eine Sorte handeln, die aus der Kreuzung zwischen einer autochthonen Sorte der Alpenregion mit einer Wildrebe hervorgegangen ist.

Für die Petit Rouge existieren diverse Synonyme. Sämtliche Varianten der Synonyme Oriou + x bezeichnen verschiedene Spielarten der Rotweinrebe.
Die Petit Rouge ist spät reifend und erbringt dunkelrote bis dunkelviolette Weine mit deutlicher Würze, die Tannine sind weich und die Aromatik erinnert in erster Linie an Johannisbeeren.
Die Petit Rouge ist Hauptbestandteil einiger DOC-Weine aus dem Aostatal: Valle d’Aosta Chambave Rosso, Valle d’Aosta Enfer d’Arvier und Valle d’Aosta Torrette.

Gegenwärtig sind in Italien rund 80 Hektar mit dieser roten Rebsorte bestockt. Die Tendenz ist seit einigen Jahren leicht fallend.

Phoenix - weiße Rebsorte

Phoenix in Kürze

Neuzüchtung

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Deutschland
  • Region: Rheinhessen, Nahe

Synonyme für Phoenix Geilweilerhof GA-49-22

Die Phoenix ist eine weiße Rebsorte, die aus dem Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof stammt. Hier ist sie unter der Regie von Professort Gerhardt Alleweldt aus der Kreuzung von Bacchus x Villard Blanc hervorgegangen.
Benannt ist die Weißweinrebe nach dem bekannten Vogel aus der Mythologie. Der Phoenix verbrannte sich selbst, um aus seiner Asche aufzuerstehen.

Im Jahr 1992 wurde der Sortenschutz für die Phoenix-Rebe erteilt. Seither darf sie in allen deutschen Weinbaugebieten angepflanzt werden. Allerdings ist die Rebe nicht allzu weit verbreitet. Insgesamt sind in Deutschland gut 40 Hektar mit Phoenix bestockt, etwa die Hälfte dieser Fläche befindet sich in Rheinhessen, dann gibt es an der Nahe einen Bestand von über 10 Hektar und in der Pfalz nochmals knapp 10 Hektar. In den übrigen deutschen Weinbaugebieten ist sie entweder nicht oder nur auf winziger Fläche zu finden.
Weitere Bestände dieser Neuzüchtung gibt es auch in England und der Schweiz, außerdem sind kleine Anbauflächen in Österreich sowie in Dänemark und Schweden bekannt.

Die mittelfrüh reifende Sorte ist widerstandsfähig gegenüber beiden Arten des Mehltaus, außerdem ist sie unempfindlich für Frost, dafür aber anfällig für Botrytis.

Wein aus der Phoenix ist gelbgrün in der Farbe, die Säure ist moderat aber frisch. Ein dezenter Muskatton und Noten von Holunderblüten bestimmen die Aromatik des Weißweins.

Picardan - weiße Rebsorte

Picardan in Kürze

Vom Aussterben bedrohte Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Rhône

Synonyme für Picardan Aragnan Blanc, Araignan, Gallet Blanc, Grosse Clairette, Milhaus Blanc, Oeillade Blanche, Piquardan Berühmte Weine aus Picardan

  • Châteauneuf-du-Pape

Die weiße Rebsorte Picardan stammt aus Frankreich. Es handelt sich um eine großbeerige Traubensorte, die nur wenig verbreitet ist, inzwischen sogar vom Aussterben bedroht sein könnte, da sie inzwischen in Frankreich nur noch auf einer Fläche von nicht einmal einem Hektar angebaut wird.

Die Picardan ist unter verschiedenen Synonymen bekannt und stammt vermutlich aus der Provence, wo sie bereits im 16. Jahrhundert angebaut wurde. Im benachbarten Languedoc erfreute sie sich vor allem im 17. und 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Dort wurde sie auf großen Flächen angebaut und für den Süßwein namens Picardan verwendet.
Heute ist die Weißweinrebe nur noch an der Rhône zu finden. Hier darf sie sowohl für den roten als auch für den weißen Châteauneuf-du-Pape verwendet werden. In der Praxis kommt dies aber kaum noch vor.
Bis vor einiger Zeit war sie unter der Bezeichnung Aragnan Blanc in der Appellation Palette in der Provence vertreten. Dort ist sie zwar weiterhin zugelassen, doch gibt es keine offiziell gemeldeten Bestände mehr.

Die Weißweine aus der mittel reifenden Rebsorte haben einen mäßigen Alkoholgehalt und auch die Säure fällt mittelmäßig aus. Der Geschmack ist recht neutral.
Wegen dieser recht ausdruckslosen Weine, erfährt die Sorte bei den Winzern an der Rhône kaum noch Beachtung. Es ist davon auszugehen, dass sie in den nächsten Jahren völlig von der Bildfläche verschwindet.

Pignerol - weiße Rebsorte

Pignerol in Kürze

Nahezu ausgestorbene Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Provence

Synonyme für Pignerol Pignarou, Pigniariono

Die Pignerol ist eine weiße Rebsorte, die aus Frankreich stammt. Es handelt sich um eine alte Rebe, die seit jeher in der Provence angebaut wird. Außerhalb der Region ist sie nicht zu finden und auch nur wenig bekannt. In der Provence ist die Pignerol inzwischen auch nur noch äußerst selten zu finden und daher akut vom Aussterben bedroht.
Die Gründe für die abnehmenden Bestände sind zum einen in den geringen Erträgen, die diese Weißweinsorte liefert zu suchen. Dazu gedeiht sie besonders in sehr steilen lagen gut, in denen die Bewirtschaftung der Weingärten eine besondere Herausforderung darstellt. Diese mühsame Arbeit nehmen die meisten Winzer logischerweise nur in Kauf, wenn das Ergebnis überzeugend ist und sich gut verkaufen lässt.

Sortenrein ausgebaut war die Pignerol auch in früheren Jahren nur äußerst selten zu finden, sie dient eher als Verschnittpartner für andere weiße Reben aus der Provence. In die Cuvées bringt sie Aromen von Honig und Bananen mit ein. Sie eignet sich auch für Schaumweine.
Gegenwärtig ist die Pignerol in der Appellation Bellet zugelassen. Dieser kleine Anbaubereich ist in der Provence, in der Nähe zur italienischen Grenze gelegen. Die Weingärten von Bellet umfassen nur etwa 50 Hektar, dementsprechend selten sind ihre Weine. Hier darf die Pignerol als eine von diversen weißen und roten Rebsorten verwendet werden.

Pignola Valtellinese - rote Rebsorte

Pignola Valtellinese in Kürze

Häufig mit Pignolo verwechselt

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Lombardei

Synonyme für Pignola Valtellinese Groppello di Breganze, Paganona, Pignolo Melasca, Pignolo Spanna

In der Lombardei, im Norden Italiens, ist die Heimat der roten Rebsorte Pignola Valtellinese gelegen. Es handelt sich um eine recht seltene Sorte, die zwischenzeitlich vom aussterben bedroht war, seit einiger Zeit aber wieder reaktiviert wird.
In ihrer Heimat, der Lombardei ist die rote Rebe als Pignola Valtellinese bekannt, in den Regionen Piemont und Venetien, wo sie ebenfalls angebaut wird, nennt man sie Pignola Spanna bzw. Gropello di Breganze. Daneben bestehen noch eine Reihe weiterer Synonyme für diese Sorte.
Der Name Pignola leitet sich von der langgestreckten Form der Trauben, die ein wenig an einen Tannenzapfen (ital. pigna) ab. Damit steht diese Rotweinrebe in Italien nicht alleine dar, denn es gibt eine ganze Reihe Sorten, die das Wort „pigna“ im Namen aufweisen.

Die mittel reifende Rebe hat sehr kleine Trauben mit einer dicken Schale, sodass die Weine einen hohen Tanningehalt aufweisen. Gleichzeitig ist der Säuregehalt recht hoch.
Sortenrein wird die Pignola Valtellinese nicht verwendet, dafür ist sie aber in der IGT Terrazze Retiche di Sondrino und in einigen DOC und DOCG Weinen aus Valtellina als Bestandteil zugelassen.

In erster Linie wegen der großen Namensähnlichkeit wird diese Rebe häufig mit der Pignolo verwechselt. Es handelt sich jedoch um zwei eigenständige Sorten, die nicht einmal miteinander verwandt sind.
DNA-Analysen haben inzwischen ergeben, dass mit der Rossolino Nero eine Eltern-Nachkommen-Beziehung besteht und es außerdem eine Verwandtschaft zur Nebbiolo gibt.

Pignolo - rote Rebsorte

Pignolo in Kürze

Wieder beliebter werdende Sorte

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Friaul-Julisch-Venetien

Synonyme für Pignolo Duracino, Occhialina, Pignoca, Pignul, Ribola, Ribollu, Rognosa, Schiettarola, Spampignolo Berühmte Weine aus Pignolo

  • Colli Orientali del Friuli

Lange Zeit war die rote Rebsorte Pignolo mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Sie ist zwar seit dem 17. Jahrhundert im Norden Italiens, in der Region Friaul-Julisch-Venetien bekannt, wurde dort aber im 20. Jahrhundert kaum noch angebaut. Wegen ihrer sehr schwachen Erträge war sie zu Beginn der 1970er Jahre fast vollständig aus den italienischen Weinbergen verschwunden und galt als vom aussterben bedroht. In der Gegend um Udine wurden aber Rebstöcke, die damals mehr als 100 Jahre alt waren wiederentdeckt. Die ersten Weine waren sehr vielversprechend und die Rebsorte Pignolo wurde erfolgreich reaktiviert. Inzwischen steht die Rotweinrebe wieder auf rund 100 Hektar.
Seit einigen Jahren ist die Sorte auch in der DOC Colli Orientali del Friuli zugelassen, wo sie sogar sortenrein verwendet werden darf.

Der Name der Pignolo leitet sich von der langgestrecketen Form ihrer Trauben ab, die an einen Tannenzapfen (ital. Pigna) erinnern. Außerdem bedeutet der Name auch soviel wie „kleinlich“, was auf ihre geringen Erträge und die Ansprüche an die Lage anspielt.
Die spät reifende Sorte ist wie erwähnt ertragsarm und außerdem anfällig für Echten Mehltau.
Doch die Mühe der Winzer wird belohnt, denn die dunklen Rotweine sind vollmundig und fruchtig mit frischer Säure und samtigem Tannin. Die Aromen des Weines erinnern an dunkle Beeren, an Pflaumen und Lakritz. Die Sorte eignet sich gut für den Ausbau im Barrique. Einige Winzer lassen die Sorte daher für 24 Monate oder länger im Holzfass reifen. Anschließend erweisen sich die Weine als äußerst langlebig und können daher im eigenen Weinkeller problemlos für acht oder mehr Jahre eingelagert werden.

DNA-Untersuchen haben inzwischen ergeben, dass die Vermutungen, die Pignolo könne mit der Pignoletto oder der Pignola Valtellinese identisch sein, nicht zutreffen.

Planta Fina - weiße Rebsorte

Planta Fina in Kürze

Sehr seltene spanische Rebe

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Spanien
  • Region: Valencia

Synonyme für Planta Fina Damaschino, Farana, Kanaan, Uva Rei, Valencia

Die Planta Fina ist eine Weißweinrebe aus Spanien. Sie ist unter zahlreichen Synonymen bekannt, obwohl sie nur in sehr geringem Umfang angebaut führt. Diese Vielzahl der Synonyme führen immer wieder zu Verwirrung. Vor allem die Verwendung Damaschina bzw. Damaschino hat dazu geführt, dass vermutet würde, die Planta Fina sei mit der weißen Rebe Damschino, die es nämlich auch gibt, identisch. Doch die Damaschino stammt aus Italien, wo sie vor allem auf Sizilien vorkommt. Kleinere Bestände gibt es auch in Spanien und Portugal sowie in Argentinien. Bei dieser Sorte gibt es seit einiger Zeit Vermutungen, dass sie mit der Verdejo identisch sein könnte, ein endgültiger Beleg für diese Theorie steht allerdings noch aus.

Aber zurück zur Planta Fina, die mit vollem Namen eigentlich Planta Fina de Pedralba heißt. Wie schon erwähnt, ist diese Weißweinrebe in Spanien heimisch, wo sie in der Region Valencia vorkommt.
Außerhalb Spaniens ist diese Rebsorte kaum zu finden. Es gibt sehr kleine Bestände in Frankreich und Südafrika.

Aus der Planta Fina können leichte, sehr aromatische Weißweine gekeltert werden. Wegen ihrer Qualität ist die Sorte für Weißwein aus der DO Valcencia empfohlen. Auch im dort gelegenen Vino de la Tierra-Bereich wird die Rebe verwendet. Die Anbaufläche ist allerdings nicht allzu groß, sodass dementsprechend nur wenige Weine aus dieser Weißweinrebe auf den Markt kommen.

Plantet - rote Rebsorte

Plantet in Kürze

Französische Neuzüchtung

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Loire

Synonyme für Plantet Pignoleta Nera, Pignoletta, Seibel 5455

Die rote Rebsorte Plantet ist eine Neuzüchtung des französischen Rebenzüchters Albert Seibel (1844-1936). Sie erhielt die Zuchtnummer S 5455 und galt lange Zeit als Ergebnis der Kreuzung zwischen den beiden Seibel-Reben S 5163 und S 880. Dies hat sich inzwischen als falsch herausgestellt, denn Untersuchungen haben ergeben, dass es sich bei der Plantet um eine interspezifische Neuzüchtung aus den Sorten S 4461 und Berlandieri handelt. Entstanden ist diese Hybridrebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Seibel damit beschäftigt war, Rebsorten zu züchten, die eine Resistenz gegenüber der Reblaus haben. Die Plantet (S 5455) gehört definitiv zu den besseren Ergebnissen.

In Frankreich ist die Plantet ab etwa 1950 in großem Umfang gepflanzt worden. Die früh reifende und ertragreiche Rebe, die widerstandsfähig gegen Frost, beide Mehltauarten und Botrytis ist, war in ganz Nordfrankreich zu finden. Dort stand sie auf einer Fläche von knapp 30.000 Hektar. Durch das Verbot von Hybridreben in der EU verschwand die Rebe im Prinzip aus den französischen Weingärten. Seit das Verbot aufgehoben wurde und die Plantet im Jahr 2008 offiziell wieder zugelassen ist, erfreut sie sich an der Loire wieder relativ großer Beliebtheit. Inzwischen ist sie dort wieder auf mehr als 1.000 Hektar zu finden und wird für Weine der Qualitätsstufe „Vin de France“ (Nachfolger der Tafelweine) verwendet. Die Weine, die aus Plantet gekeltert werden, weisen in der Regel ein sehr intensives Aroma nach Himbeeren auf.
Außerhalb Frankreichs sind kleine Bestände der Rotweinrebe Plantet in der Schweiz zu finden. Größerer Beliebtheit erfreut sie sich in den USA, wo sie an der Ostküste, vor allem im Bundesstaat New York kultiviert wird.

Plavai / Plavay - weiße Rebsorte

Plavai in Kürze

Seltene Sorte des Balkans

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Moldawien
  • Region: Balkan

Synonyme für Plavai Ardansky, Bilamuca, Bryzgut, Plavace, Plavay, Plavana, Topolevyi

Die Weißweinrebe Plavai oder auch Plavay (die Schreibweise variiert) stammt aus Moldawien und ist unter mehr als 100 Synonymen bekannt. Diese Vielzahl an unterschiedlichen Bezeichnungen ist ein guter Hinweis auf das hohe Alter der weißen Rebsorte.
Die Plavay ist laut neueren DANN-Analysen mit großer Wahrscheinlichkeit aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Beala Debela x Zemoasa hervorgegangen. Zu 100% ist diese Annahme aber nicht gesichert. Sicher ist allerdings, dass die Plavai ihrerseits Kreuzungspartner bei der neugezüchteten Rebe Sukholimansky Bely gewesen ist.
Es kommt immer wieder zu Verwechslungen mit der ebenfalls weißen Rebsorte Plavec Zuti, die vor allem in Kroatien und Slowenien kultiviert wird. Die beiden Sorten sind definitiv nicht identisch! Ob eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen diesen Reben besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die spätreifende Weißweinsorte Plavai erfreute sich vor allem im 19. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Moldawien sehr großer Beliebtheit. Auch in anderen osteuropäischen Ländern und in der ehemaligen Sowjetunion wurde sie verbreitet angebaut. Auf dem Gebiet des heutigen Russlands wurde die Rebe dazu verwendet, Tafelweine und Branntwein zu erzeugen. Auch in Österreich gab es kleinere Bestände.
Heute kommt die Plavay nach wie vor in Moldawien vor, allerdings in wesentlich geringerem Umfang als in früheren Zeiten. Außerdem gibt es kleinere Bestände in Rumänien und Slowenien. In anderen Weinbauländern der Welt kam sie bei der letzten Erhebung nicht vor oder wurde nicht angegeben.

Portan - rote Rebsorte

Portan in Kürze

Neugezüchtete Sorte aus Frankreich

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Languedoc

Die Portan ist eine rote Rebsorte aus Frankreich. Es handelt sich um eine Neuzüchtung des französischen Ampelographen Paul Truel (ein Schüler des berühmten Pierre Galet). Die Neuzüchtung stammt aus dem Jahr 1958 und wurde an einer Außenstelle der Universität Montpellier vorgenommen. Die Portan ist aus der Kreuzung Grenache Noir x Blauer Portugieser hervorgegangen.
Ziel Truels war es, eine Rebsorte zu erschaffen, die der Grenache ähnelt und in den etwas kühleren Anbaubereichen zur vollen Reife gelangen kann.  Dieses Ziel hat der Ampelograph auch erreicht. Die Portan ist früh reifend und kann dadurch auch in kühleren Weinbaugebieten voll ausreifen, da sie kaum von Herbstfrösten bedroht wird. Allerdings haben ihre Weine nicht die Qualität, die man von der Grenache gewohnt ist. Daher konnte sich diese Rotweinrebe auch nicht großflächig durchsetzen.

Aktuell wird die Portan im Languedoc auf einer Fläche von rund 200 Hektar angebaut. Der überwiegende Teil der Weinberge befindet sich im Departement Aude. Zugelassen ist sie in den beiden IGP-Bereichen Pays d’Oc und Aude. Kleinere Bestände gibt es auch in der spanischen Weinregion Penedes.

Die Portan ist wie bereits erwähnt früh reifend. Sie ist anfällig für Echten Mehltau und die Schwarzflecken-Krankheit. Wein aus der Portan ist von weichen Tanninen und sehr fruchtig, teils auch mit schöner Würze. Die Aromen erinnern vor allem an Beeren, insbesondere an Himbeeren. In der Regel sollten diese Rotweine jung getrunken werden, da sie außer in Ausnahmefällen, über kein großes Alterungspotenzial verfügen.

Prensal / Moll - weiße Rebsorte

Prensal in Kürze

Typische Sorte der Balearen

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Spanien
  • Region: Mallorca

Synonyme für Prensal Moll, Pensal Blanca Berühmte Weine aus Prensal

  • Binissalem

Die weiße Rebsorte Prensal stammt aus Spanien und wird in erster Linie auf den Balearen kultiviert, hier insbesondere auf Mallorca. Sie ist unter den beiden Namen Prensal und Moll bekannt, es gibt darüber hinaus einige weitere Synonyme.
Auf Mallorca ist diese Weißweinrebe neben Macabeo und Parellada die bestimmende Sorte. Weine aus der Moll-Rebe sind in der Regel knackig frisch mit schöner Säure, wodurch sie leicht und erfrischend wirken. Das Problem dieser Sorte ist, dass sie nur schöne Aromen von grünen Äpfeln und einem Hauch Mandel erbringt, wenn die Rebstöcke und das Lesegut sehr sorgfältig behandelt werden. Während dies in der Vergangenheit auf Mallorca häufig vernachlässigt wurde, haben inzwischen immer mehr Winzer erkannt, dass eine umsichtige und naturschonende Vorgehensweise wichtig, nachhaltig und absatzfördernd ist. Dementsprechend gibt es seit einigen Jahren einige wirklich feine Weine aus der Prensal-Rebe.

Zugelassen ist die Moll / Prensal in den beiden DO-Bereichen der Balearen, die sich auf der Insel Mallorca befinden: Binissalem und Pla i Llevant. Es gibt sowohl reinsortige Weine als auch Cuvées. Als Verschnittpartner werden die regionstypischen Sorten Macabeo, Moscatel und Parellada verwendet, seit einiger Zeit auch immer häufiger Chardonnay.
Aus Prensal lassen sich nicht nur ansprechende, leichte Stillweine keltern, sondern auch schöne Schaumweine, vor allem im Verschnitt mit Macabeo und Parellada, zwei Rebsorten, die gerne für Cava verwendet werden.

Preto Martinho - rote Rebsorte

Preto Martinho in Kürze

Autochthone portugiesische Sorte

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Portugal
  • Region: Estremadura

Synonyme für Preto Martinho Amostrinha, Negra Mole

Die Preto Martinho ist eine autochthone Rotweinrebe aus Portugal. Sie ist unter anderem unter dem Synonym Negra Mole bekannt, darf deshalb aber nicht mit der Sorte Negramoll verwechselt werden.
DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass die Preto Martinho aus einer Kreuzung zwischen Marufo x Carrega Tinta hervorgegangen ist. Diese Kreuzung ist höchstwahrscheinlich auf natürlichem Wege geschehen.

Die Rotweinrebe Preto Martinho reift kurz nach dem Gutedel und zählt daher zu den frühreifenden Rebsorten. Ihre rundlichen Beeren sind mittelgroß und haben eine bläuliche, teils schwarze Färbung. Die Beerenschalen sind mitteldick. Die Rebe ist sehr wuchskräftig und kann hohe Erträge liefern.
Der Rotwein, der aus dieser Sorte gekeltert wird, hat in der Regel einen mittleren bis hohen Alkoholgehalt. Die Farbe ist intensivrot, teils mit dunkelvioletten Anklängen. Ein beliebter Verschnittpartner ist Castelao Frances.

Die Angaben über die Rebfläche in Portugal, die mit der roten Rebe Preto Martinho bestockt ist, gehen weit auseinander. Sicher ist, dass sie vor allem in der Extremadura angebaut wird. Auch in Ribatejo gibt es Bestände. Die Rebfläche, auf der sie steht liegt irgendwo im Bereich zwischen 100 und 1.000 Hektar.

Putzscheere - weiße Rebsorte

Putzscheere in Kürze

Sehr einfache Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Rumänien, Ungarn
  • Region: Deutschland, Kalifornien

Synonyme für Putzscheere Butschera, Green Hungarian, Tokai Grand, Ungar

Die weiße Rebsorte Putzscheere stammt ursprünglich aus dem Grenzgebiet zwischen Rumänien und Ungarn. Dort war sie unter dem Namen Butschera bekannt. In Deutschland wurde ihr Name dann verballhornt, sodass daraus Putzscheere wurde. Unter dieser Bezeichnung wird sie in Deutschland nur noch als Tafeltraube angebaut. Auch im übrigen Europa ist die recht schlichte Rebsorte im Weinbau kaum noch zu finden, da es genügend höherwertige Alternativen gibt. Dies ist ein deutliches Anzeichen, dass Winzer in ganz Europa zunehmend auf Qualität achten, denn bis etwa 1970 war die Putzscheere in nahezu allen mittel- und westeuropäischen Weinbauländern als anspruchsloser und zugleich ertragreicher Massenträger sehr gefragt.
In Kalifornien war sie für einige Jahre ebenfalls recht verbreitet. Hier hieß sie allerdings, in Anspielung auf ihre Herkunft, Green Hungarian. Inzwischen ist die weiße Rebsorte auch in den kalifornischen Weinbergen immer seltener zu finden.

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