Tatsächlich hat der Weinanbau in Chile eine lange Tradition. Im Gefolge der spanischen Eroberer des 16. Jahrhunderts kamen auch Winzer oder zumindest Menschen ins Land, die etwas vom Weinanbau und Keltern verstanden. Daher wurden hier schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts vor allem die aus Spanien stammenden Rebsorten Torontel, Moscatel, Alhilho und Pais (Negra Peruana) gepflanzt. Einer Überlieferung gemäß soll der Freibeuter und königliche Pirat Sir Francis Drake während seiner Weltumsegelung ein Schiff geentert haben, das unter anderem auch 1.770 Schläuche mit Wein aus Chile nach Peru bringen sollte. Die ist schon ein sehr früher Hinweis darauf, dass es schon zu dieser Zeit einen florierenden chilenischen Weinexport gab.
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Weiterentwicklung des Weinbaus in Chile
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten Winzer aus Frankreich nach Chile ein und diese brachten ihre heimischen Reben, wie Cabernet Sauvignon, mit. Damit wurde ein Anfang im modernen chilenischen Weinbau ermöglicht. Die alte Rebsorte Camémère aus dem Bordeaux gilt heute sogar als typische chilenisch. In keinem Land auf der Erde wurde diese Rebsorte umfangreicher und professioneller angebaut wie in Chile. Gemeinsam mit den Rebsorten Pinot, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah zählt die Carménère zu den Weinsorten, die auf der ganzen Welt reimportiert werden. Im 19. Jahrhundert war Chile wegen seiner geografisch abgeschieden Lage von der großen Reblausplage verschont geblieben. Daher sind die Abkömmlinge, die aus den alten unversehrt gebliebenen Bordeaux Reben heiß begehrt. Nach der Ausrottung der Reben in weiten Landstrichen Frankreichs wurden sogar aus Chile die genannten Rebsorten reimportiert. Daher könnten Sie tatsächlich chilenischen Wein trinken, wenn Sie einen französischen Roten trinken ;-)Chile ist immer noch das einzige Land auf der Welt, wo die Reblaus nicht aufgetreten ist. Der falsche Mehltau ist in Chile noch nicht aufgetaucht. Aus diesem Grund müssen weniger chemikalische Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden und auf veredelte Rebsetzling kann vollständig verzichtet werden.














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