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Nein, wir sind kein Fahrradgeschäft

Montag, 02. Mai 2011 von Torsten Schneider

Nein, wir sind kein Fahrradgeschäft, sondern ein Weinhandel!
Für uns hat es zwar den Anschein, als ob wir in dieser Branche aktiv wären, zumindest wenn wir unseren Anrufbeantworter abhören. In letzter Zeit häufen sich die Anrufe mit Fragen zu Elektrofahrrädern, zu Reparaturen und vielen anderen Dingen rund um den Drahtesel.  Nichts kann diese Anrufer abhalten, auch nicht der Hinweis auf dem AB, dass sie gerade beim Weinhandel Weisbrod & Bath anrufen. Trotzdem wird in aller Ausführlichkeit ein Probelm oder Anliegen geschildert, das sich auf ihr kürzlich erworbenes Rad bezieht.
Hier also noch einmal der Hinweis: Unter der auf der Homepage www.ps-wein.de angegebenen Telefonnummer ist der Weinhandel Weisbrod & Bath zu erreichen und kein Fahrradgeschäft!

Weinprobe der besonderen Art

Samstag, 16. April 2011 von Torsten Schneider

Bei meinem heutigen Einkauf machte ich auch einen Abstecher in den örtlichen Schnäppchenmarkt. Hin und wieder gibt es dort ganz nützliche Dinge, sodass ich in unregelmäßigen Abständen einfach mal durch die Gänge schlendere und auch das eine oder andere finde, was dann im Einkaufswagen landet.
Bei meinem heutigen Besuch habe ich im Schnäppchenmarkt jedoch etwas gesehen, was mir als bekennender Weinliebhaber äußerst merkwürdig vorkam. Es hatte den Anschein, als ob kürzlich eine Lieferung Wein eingetroffen wäre, zumindest nahmen mehrere Europaletten mit draufgestapelten Weinkartons einen nicht unerheblichen Teil der Verkaufsfläche ein, was mir bei vorherigen Besuchen in diesem Geschäft noch nie aufgefallen war. Interessiert schaute ich mir das Angebot etwas näher an, man weiß ja nie, ob nicht unverhofft ein edles Tröpfchen darunter sein könnte.
Bei näherer Betrachtung des Weinsortiments fiel dann auf, dass eine gezielte Auswahl des Weinangebots oder gar eine Ordnung dessen nicht zu erkennen war. Rotwein, Weißwein und Schaumwein standen wahllos nebeneinander. Auch Regionen und Weingüter waren bunt gemischt. Zwischendrin steckten Schilder mit Angaben wie „Weißburgunder lieblich“, „Riesling trocken“ – sonst nichts weiter. Die Preise reichten bis max. 2,99€.
Typisch Schnäppchenmarkt eben.
Doch nachdem ich mich durch die Paletten gekämpft hatte, entdeckte ich etwas Kurioses, einen Weinprobierstand der besonderen Art. Es handelte sich um einen Stehtisch, auf dem eine größere Anzahl Flaschen und ein Stapel Pappbecher stand. Dazu der Hinweis „Bitte probieren Sie“. Schließlich soll man die Weine doch verkosten, bevor man sich zum Kauf entschließt. Ob jedoch brühwarmer Weißburgunder aus dem Pappbecher wirklich irgendwem mundet? Vielleicht war ja deshalb die Anzahl der Weinkartons noch so groß. Der Andrang am Probierstand hielt sich in Grenzen. Während meines Aufenthaltes im Schnäppchenmarkt hat sich dort zumindest kein Kunde hingewagt.

WSET: Die Sache mit der Ungeduld

Freitag, 15. April 2011 von Torsten Schneider

Als die Unterlagen zum WSET Intermediate Kurs hier eintrafen, habe ich mich mir die natürlich gleich die im Kursbuch erwähnten “Specifications” des WSET angesehen, die online zu finden sind, um zu schauen, welche Weine im Kurs zu verkosten sind.
Dabei sind dort allerdings, wie bereits erwähnt, keine einzelnen Weine genannt, sondern eher Typen, Regionen, Sorten, die man verkosten sollte. Und anhand dieser Spezifikationen habe ich mir dann eine Liste der Weine zusammengestellt, die ich verkosten möchte, alles in allem noch einmal um “Übungsweine”, die ich vor den eigentlichen Verkostungsblöcken nach und nach verkoste, erweitert und bin am Ende so bei einer Liste von Weinen gelandet, die die Anzahl der in den WSET Specifications genannten ca. verdreifacht. Aber mehr zu verkosten kann ja nie schaden – ganz davon abgesehen, dass es bei vielen Weinen auch noch ein Genuss ist – wenn auch nicht bei allen ;-)
(weiterlesen …)

Wein oder Cola

Dienstag, 16. März 2010 von Torsten Schneider

Beim Pizza-Lieferdienst ist es in der Regel üblich, dass ab einem bestimmten Bestellwert eine Flasche Wein frei Haus geliefert wird.
In letzter Zeit fiel mir jedoch häufiger auf, dass der Wein durch eine Flasche Cola oder einen anderen Softdrink ersetzt wurde.
Ist ja kein Problem, der Rebensaft, den es als Zugabe gab, war meistens nicht genießbar und wanderte in den nächsten Rotweinkuchen, aber seltsam finde ich diesen Wandel schon.

Wein oder Cola beim Lieferdienst?
Würde mich ja wirklich interessieren, wie das Andernorts gehandhabt wird.

Wein-Imperium

Donnerstag, 17. September 2009 von Torsten Schneider

Jetzt hat es auch die Weinwelt erwischt!
Das PC-Spiel Wein-Imperium, bei dem der Spieler ein eigenes Weingut besitzt und sich als dessen Manager beweisen muss – Welche Rebsorten eignen sich für welchen Wein, wie werden die Reben am besten kultiviert und wie wird der Wein am Ende erfolgreich vermarktet, sind nur einige der Aufgaben, die der Spieler bewerkstelligen muss.

Bisher war das Spiel nur in den USA unter dem Titel “Winemaker Extraordinaire” zu haben und dort recht erfolgreich. Jetzt kann man auch in Deutschland in die Rolle von Maria Bellaventura schlüpfen und sein Weingut managen.

Neben den zahlreichen vorhandenen Simulationsspielen, bei denen es oft um Fußballvereine oder Radsportmannschaften geht, ist das Spiel Wein-Imperium sicherlich eine nette Alternative.

Für knapp 10€ ist das Spiel für den PC zu haben, sicherlich ein Preis, der vollkommen in Ordnung geht.
Aber Achtung! Inzwischen wird das Spiel auch von einigen Anbietern als Downloadversion angeboten – auf den ersten Blick kostenlos. Was sich zunächst gut anhört, hat einen Haken! Denn das “kostenlos” gilt nur für einen kurzen Test, anschließend werden Abo-Gebühren fällig!

Wer sich also mit dem PC-Spiel Wein-Imperium die Zeit vertreiben möchte, sollte besser zur Version auf CD-Rom greifen.

Hobbywinzer und das Recht

Dienstag, 16. Juni 2009 von Torsten Schneider

Wer sich mit dem Gedanken trägt Wein anzubauen, der sollte sich vorher rechtlichen Rat einholen. Für hauptberufliche Winzer ist das schon ganz normal. Sie kennen in der Regel die komplizierten Gesetze den Wein betreffend, die von Deutschland und der EU verfasst wurden. Diese verlangen teilweise recht wenig nachvollziehbare Bedingungen von den Weinbauern.

Das betrifft vor allem die Angaben auf den Flaschen, die Bezeichnungen der Weine, Herkünfte, Pflanzenmittel und noch vieles mehr. Aber auch Hobbywinzer werden nicht von der Bürokratie verschont. Obwohl sie ihre Reben nur als Hobby pflegen und den Wein nur für sich machen, werden ihnen einige Bedingungen abverlangt. Dies geschehe nur zum Schutz der Bevölkerung und des Weines selbst. So die Aussagen der Verantwortlichen. Dabei schießen sie zum Teil jedoch über das Ziel hinaus.

Ein aktuelles Beispiel findet man in Taucha bei Leipzig. Dort hatte sich ein Schlossverein um 130 Quadratmeter Reben gekümmert. Ein rotes Tuch für die EU: Ein Hobbywinzer darf nur 1 Ar also 100 qm bewirtschaften. Die 30 qm zuviel mussten gerodet werden. Das waren rund 40 Pflanzen.

Interessant: Auf dem 1 Ar darf ein Hobbywinzer so viele Reben anbauen wie er möchte. Die 40 Reben könnten dort also theoretisch eingepflanzt werden.

Hinzu kommt, dass der abgefüllte Wein eines Hobbywinzers nur zum Eigenverbrauch ist. Die hauptberuflichen Winzer sollen keine Konkurrenz fürchten müssen. Dazu zählt auch, dass man den Wein nicht verschenken darf. Darum für alle die sich mit dem Gedanken tragen als Hobbywinzer tätig zu werden: vorher eine Rechtsberatung einholen, damit Ärger mit den Behörden vermieden wird.

Wein aus Plastikflaschen?

Donnerstag, 28. Mai 2009 von Torsten Schneider

Weinmischgetränke, Prosecco und Wein aus der Dose und Wein im Tetrapack sind nur einige Auswüchse der letzten Jahre, steht uns nun auch noch Wein aus der Plastikflasche bevor?
Wenn es nach einem Hersteller für PET-Flaschen geht, gehört dieses Szenario bald der Realität an. Die unzerbrechliche Verpackung für Weißwein, Rotwein und Rosewein hat die Firma aus dem Kreis Mayen-Koblenz bereits in ihr Sortiment aufgenommen. Jetzt ist nur noch fraglich, wann die ersten Winzer dieses Angebot annehmen.
Fraglich ist bei der Plastikflasche allerdings, wie sie sich auf den Lagerungsprozess des Weines auswirkt.

Weinbau in Schleswig-Holstein

Donnerstag, 21. Mai 2009 von Torsten Schneider

Deutschlands nördlichstes Bundesland ist jetzt offiziell ein Weinbauland. Was seltsam klingt ist in der Nähe von Plön Wirklichkeit geworden. Im Ort Grebin, unweit von Plön in Schleswig-Holstein, wurden die ersten Reben für den professionellen Weinbau gesetzt.
2010/11 soll der erste Weißwein aus Schleswig-Holstein auf den Markt kommen.
Da sich die Klimazonen immer weiter verschieben, ist dieses Ansinnen keine bloße Spielerei, sondern durchaus ein Experiment mit Zukunft.

Wein darf nicht bekömmlich sein

Mittwoch, 13. Mai 2009 von Torsten Schneider

Zukünftig darf das Wort “bekömmlich” nicht mehr in Zusammenhang mit Wein verwendet werden, zumindest nicht was die Beschriftung des Etiketts und die Werbung angeht.
Begründet wird dieses Verbot, damit, dass die Bezeichnung “bekömmlich” einen postivien Bezug zum Thema Gesundheit herstellen würde und eine gesundheitsfördernde Wirkung bei einem alkoholischen Getränk nicht der Fall sei.
Hm, nur seltsam, das vor allem Rotwein immer wieder eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird…

Wodka oder Wein?

Freitag, 17. April 2009 von Torsten Schneider

Gestern Nachmittag auf der Terasse: Bei sommerlichen Temperaturen stand mir der Sinn nach einer Erfrischung. Ein kühles Glas Weißwein oder eine eiskalte Cola waren nicht nach meinem Geschmack. Gut also, dass beim letzten Einkauf zwei Fläschchen “Ustinoff Ice” in den Einkaufswagen gewandert sind. Die sollte nach 24 Stunden Aufenthalt im heimischen Kühlschrank die ideale Trinktemperatur erreicht haben und so ein schöner Wodka-Lemon-Mix ist zwar etwas süß, aber sehr erfrischend.
Also die praktische, pfandfreie Flasche mit Drehverschluss herbeigeholt und einen tiefen Zug genommen. Sehr süß… Na gut, war nicht anders zu erwarten. Irgendwie aber keine Spur herb oder stechend, na gut bei 5,9% vol auch nicht unbedingt zu erwarten, aber eine winzige Spur von Wodka sollte doch zu schmecken sein – so jedenfalls meine Vorstellung. Nochmals genauer hingeschmeckt, aber nichts entdeckt, was an Wodka erinnern könnte.
Da war spurensuche angesagt. Einfach die Flasche umgedreht und geschaut was die Grand slam Beverage GmbH in ihr “Ustinoff Ice”-Gebräu hineinmischt. Siehe da: Laut Etikett handelt es sich um einen aromatisierten weinhaltigen Cocktail! Hä?! Kein Wunder also, dass geschmacklich nicht viel von Wodka zu finden ist, ist ja schließlich auch keiner drin!
Ist aber doch irgendwie mehr als scherzhaft, dass der Eindruck erweckt wird (Name + Aussehen), man hätte eine Wodka-Lemon-Mischung in der Hand und bekommt dann ein Wein-Mixgetränk.
Meine Lust auf derartige Erfrischung ist erst einmal dahin.

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