Informationen zur Rotwein-Rebe Jurancon Noir aus Frankreich

Jurancon Noir - rote Rebsorte

Jurancon Noir in Kürze

Stark im Rückgang begriffene Sorte

  • Farbe: Rotwein
  • Heimat: Frankreich
  • Region: Südwest-Frankreich

Synonyme für Jurancon Noir Cahors, Chalosse Noire, Dame Noire, Folle Noire, Folle Rouge, Gamay, Grand Noir, Jurancon Rouge, Piquepout Rouge, Quillard, Vidiella Berühmte Weine aus Jurancon Noir

  • Vins d'Estaing

Die Jurancon Noir ist eine ertragreiche Rotweinrebe, die leichte, hellrote Weine ergibt, die möglichst jung getrunken werden sollten. Typisch für diese Weine ist ein Duft nach Veilchen. Sortenrein wird die Rebe allerdings nur äußerst selten ausgebaut, in der Regel wird sie mit anderen Sorten verschnitten. Besonders gut eignet sie sich für Roséweine.

DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass diese Rebsorte aus einer vermutlich spontanen Kreuzung der Sorten Folle Blanche x Cot entstanden ist. Ihrerseits war die Jurancon Noir an den Neuzüchtungen Chenanson, Ganson und Segalin beteiligt.

Um die Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte die Jurancon Noir eine Blütephase. Zu dieser Zeit war sie in Frankreich, insbesondere im Südwesten des Landes, weit verbreitet. Doch nach und nach ging die Anbaufläche für diese Rotweinrebe immer weiter zurück, sodass von den ursprünglich mehr als 10.000 Hektar nur noch gut 600 geblieben sind.
Im Südwesten Frankreichs ist die Jurancon Noir in den beiden Appellationen Vins d'Estaing und Vins d'Entraygues et du Fel zugelassen, nicht aber in der Appellation Jurancon, obwohl der Name dies nahelegt. Früher war die Sorte auch in den Anbaubereichen Cahors und Gaillac zugelassen, doch in beiden Bereichen darf sie inzwischen nicht mehr verwendet werden.

Ende des 19. Jahrhunderts gelangte diese rote Rebsorte nach Uruguay, wo sie allerdings nicht als Jurancon Noir bekannt war, sondern unter dem Namen ihres Importeurs Francisco Vidiella. Die Vidiella war in Uruguay zunächst sehr erfolgreich und wurde in recht großem Umfang kultiviert, doch inzwischen ist sie dort kaum noch zu finden; in neueren Statistiken bewegt sie sich um einen Hektar Rebfläche.

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