Wissenswertes über die Incrocio Manzoni-Reben aus Italien

Incrocio Manzoni - rote und weiße Rebsorten

Incrocio Manzoni in Kürze

Mehrere Sorten des Züchters Manzoni

  • Farbe: Rotwein / Weißwein
  • Heimat: Italien
  • Region: Friaul, Venetien

Synonyme für Incrocio Manzoni Manzoni Bianco (Incrocio Manzoni 6.0.13), Manzoni Moscato (Incrocio Manzoni 13.0.25), Manzoni Nero (Incrocio Manzoni 2.15), Manzoni Rosa (Incrocio Manzoni 1.50)

Incrocio Manzoni ist genau genommen keine Rebsorte, sondern der Oberbegriff für Neuzüchtungen des italienischen Agrarwissenschaftlers Luigi Manzoni. Er leitete viele Jahre lang die Weinbau-Forschungsanstalt in Venetien und züchtete während dieser Tätigkeit einige neue Reben.
Der Oberbegriff setzt sich aus Incrocio (italienisch für Kreuzung / Neuzüchtung) und dem Familiennamen des Züchters zusammen. Die einzelnen Rebsorten tragen dann Nummern oder haben eigenständige Namen bekommen.
Bekannt sind vor allem die Manzoni Bianco, die Manzoni Moscato sowie die Manzoni Nero und Manzoni Rosa.

Manzoni Bianco
Die Bianco ist – wie der Name bereits andeutet – eine weiße Rebsorte. Es handelt sich um eine Neuzüchtung aus Riesling x Pinot Blanc, die in den 1930er Jahren entstanden ist.
Es handelt sich um eine früh reifende weiße Rebe, die widerstandsfähig gegen Echten Mehltau ist. Verbreitet ist sie vor allem in Venetien, aber auch im Friaul gibt es Bestände. Kleinere Anbauflächen finden sich auch in Apulien, Kalabrien, Molise und Südtirol. Seit dem Jahr 2000 sind die Bestände dieser Weißweinrebe drastisch zurückgegangen. Eine Erklärung für diesen Umstand gibt es bisher nicht.
Wein aus dieser Rebsorte duftet nach Jasmin und Honig, im Geschmack zeigt sie schöne Zitrusaromen.

Manzoni Moscato
Eine rote Rebsorte, die aus der Kreuzung Raboso Veronese x Muscat d'Hamburg in den 1930er Jahren hervorgegangen ist.
Die spät reifende rote Rebe ist ertragreich und widerstandsfähig gegen Echten Mehltau.
Angebaut wird sie vor allem in Venetien, besonders rund um Treviso. Hier erbingt sie leichte, frische Rotweine, wird aber auch für Rosé-Schaumweine verwendet.

Manzoni Nero
Diese rote Rebsorte ist in der Weinwelt auch als Incrocio Manzoni 2.15 bekannt. Es handelt sich um eine Neuzüchtung, die aus der Kreuzung Cabernet Franc x Glera (Prosecco) hervorgegangen ist. Eigentlich handelt es sich bei der Manzoni Nero um ein Zufallsprodukt, denn geplant war eine Kreuzung Glera x Sauvignon Blanc, durch einen Fehler wurde aber Cabernet Franc verwendet und es entstand eine rote Sorte. Die Beteiligung der Cabernet Franc an dieser neuen Sorte wurde allerdings erst 2010 bei DNA-Untersuchungen entdeckt, bis dahin wurde angenommen, Cabernet Sauvignon sei die Muttersorte gewesen.
Es handelt sich um eine spät reifende Rebe, die widerstandsfähig gegen Frost ist. Sie wird in erster Linie in Venetien rund um Treviso angebaut. Dort erbringt sie Rotweine mit Aromen dunkler Beeren und weichen Tanninen. Sie wird allerdings nur selten sortenrein ausgebaut, sondern eher als Verschnittpartner genutzt und ist auch im DOC-Wein Colli di Conegliano zugelassen.

Manzoni Rosa
Zwar deutet der Namensteil „Rosa“ auf eine rote Sorte hin, doch handelt es sich bei der Manzoni Rosa um eine weiße Rebsorte mit rosafarbenen Beeren. Entstanden ist diese Rebe aus der Kreuzung Trebbiano Toscano x Gewürztraminer, die Luigi Manzoni in den 1920er Jahren vorgenommen hat.
Die Weißweinrebe ist früh bis mittel reifend und widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten.
Gegenwärtig wird die Sorte kaum noch kultiviert.

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