Informationen über die Rebsorte Arnsburger

Arnsburger - weiße Rebsorte

Arnsburger in Kürze

Neuzüchtung

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Deutschland

Synonyme für Arnsburger Geisenheim 22-74

In der Weinbauschule Geisenheim ist die weiße Rebsorte Arnsburger aus einer Kreuzung Müller-Thurgau x Gutedel (Chasselas) entstanden. Die Kreuzung wurde von Dr. Heinrich Birk im Jahr 1939 vorgenommen, der Sortenschutz für Arnsburger wurde allerdings erst 1984 erteilt.
Birk oder einem anderen Mitarbeiter der Forschungsanstalt in Geisenheim ist 1939 allerdings ein Fehler untelaufen, denn in die Zuchtliste wurde eingetragen, dass es sich bei der Arnsburger um eine Kreuzung aus Riesling-Klonen handele. Neuere DNA-Analysen haben nun aber ergeben, dass diese Angabe nicht korrekt ist und es sich bei der weißen Rebsorte um das Ergebnis der Kreuzung Müller-Thurgau x Chasselas handelt.

Die Rebsorte ist frühreifend und ertragreich, außerdem besitzt sie hohe Widerstandskraft gegenüber Botrytis. Wein, der aus der Anrsburger gekeltert wird, zeigt eine fein-fruchtige Säure, die an Riesling erinnert. Der Wein eignet sich recht gut für die Schaumweinerzeugung.
In Deutschland konnte sich die Arnsburger-Rebe bisher allerdings nicht durchsetzten und findet sich nur auf einer winzigen Rebfläche von ca. 5 Hektar. Anpflanzungen in etwas größerem Umfang gibt es in Portugal (Madeira), Italien und Neuseeland.

Benannt ist die weiße Rebsorte nach Kloster Arnsburg, einer ehemaligen Zisterzienserabtei in der Wetterau in Hessen. Damit sollen die Leistungen des Zisterzienserordens im Bereich Weinbau gewürdigt werden.

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