Wissenswertes über die Ehrenfelser-Rebe im Rebsortenlexikon

Ehrenfelser - weiße Rebsorte

Ehrenfelser in Kürze

Im Rückgang begriffene Neuzüchtung

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Deutschland
  • Region: Rheinhessen und Pfalz

Synonyme für Ehrenfelser Geisenheim 9-93

Die weiße Rebsorte Ehrenfelser ist eine Neuzüchtung aus der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau. Sie ging nach den Angaben des Züchters Heinrich Birk aus einer Kreuzung von Riesling x Silvaner hervor. Doch DNA-Analysen haben diese Angaben inzwischen widerlegt und ergeben, dass die Ehrenfelser aus der Kreuzung zwischen Riesling x Knipperle hervorgegangen ist.
Benannt ist diese weiße Rebsorte nach der Ruine Ehrenfels bei Rüdesheim, nur wenige Kilometer von der Forschungsanstalt Geisenheim entfernt.
Die Ehrenfelser ist widerstandsfähig gegen Frost und auch nur wenig anfällig für die beiden Mehltauarten.

Ziel Heinrich Birks war es, einen „Super-Riesling“ zu erschaffen, der in den unterschiedlichsten Lagen zurechtkommen und gute Qualitäten liefern kann. Diese Vorgaben erfüllt die Sorte recht gut, allerdings haben ihre Weine etwas zu wenig Säure, um sie lange zu lagern. In jungen Jahren sind sie aber ansprechend und überzeugen mit ihrer feinen Fruchtigkeit, die an Äpfel, Pfirsiche und Aprikosen erinnert. Allerdings konnten sie sich auf dem Markt nie richtig durchsetzen, wohl, weil ihnen der „Riesling“ im Namen fehlt. Die Anbaufläche in Deutschland war noch nie groß und ist inzwischen deutlich rückläufig. Gegenwärtig sind rund 80 Hektar mit dieser weißen Rebe bestockt, vor allem in Rheinhessen und in der Pfalz. Außerhalb Deutschland gibt es kleinere Anbauflächen in England, Australien, Kanada und den USA.

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