Italien - Weinbauland mit Tradition

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Weinbaugebiete in Italien

Karte Weinbauregionen in Italien

Das Weinbauland Italien - Infos zu Wein und Weinbauregionen in Italien

Rund 20% des auf der gesamten Welt erzeugten Weines stammt aus Italien. Nur Frankreich und Spanien kommen von Zeit zu Zeit, wenn die italienische Ernte etwas geringer ausfällt, auf vergleichbare Mengen.

Boden und Klima

Natürlich sind sowohl Böden als auch Klima der einzelnen Regionen sehr unterschiedlich. Sogar recht kleine Parzellen in relativer Nachbarschaft können ganz andere Voraussetzungen bieten.Aber der Schutz durch die Alpen gegen das kühlere Nordeuropa und die Mäßigung des mediterranen Einflusses durch den Apennin verhindern allzu krasse klimatische Schwankungen. Dennoch gibt es auch in diesem Umfeld selbstverständlich begünstigtere und weniger verwöhnte Lagen, aber die äußeren Voraussetzungen im Zusammenspiel mit den unterschiedlichen Böden bleiben doch im großen und ganzen immer berechenbar.
In den besten Weinbauregionen Italiens herrschen warme bis heiße Sommer und ein spät einsetzender Herbst vor, dazu Wintermonate mit ausreichend Niederschlägen, zum Teil auch in Form von Schnee.

Italienischer Wein

Zwangsläufig geht bei der Produktion solcher enormen Mengen, wie sie in Italien hergestellt werden, auch hier und da Qualität verloren. Speziell der Süden (inklusive Sardinien und Sizilien) liefert rund 40% der landesweiten Produktion, aber nicht immer in gehobener Qualität.
Insgesamt gibt es in Italien rund 400 DOC- und DOCG-Bereiche mit rund 1000 zugelassenen Weintypen. Auf diese gehobenen Qualitäten entfallen aber nur etwa 20% der gesamten Produktion. Dementsprechend ist es nur folgerichtig, wenn die große Masse der italienischen Weine von einfacherer Natur ist.

Nahezu alle italienischen Regionen haben sich mittlerweile weltweit einen Namen gemacht, die anderen haben die besten Voraussetzungen dazu und werden bei Weinkennern früher oder später ein ebensolches Renommee erzielen wie Piemont, Toskana, Venetien, Friaul, Umbrien, Emilia-Romagna und andere.
Gerade die Winzer der Toskana haben es vorgemacht und durch Verbesserungen der Kellertechnik den Brunello, Chianti und Vino Nobile di Montepulciano in die erste Liga des italienischen Weines geführt. Und andere schlafen auch nicht. Man hat sehr wohl beobachtet, was sich in der Toskana tut, und in den bisher eher rückständigen Regionen weiß man, was zu tun ist, so zum Beispiel auch in der Region rund um den Luganer See.
Das Wein-Italien ist also noch lange nicht ausgereizt, was die Qualität der Weine anbelangt. Seit einigen Jahren wird sogar die Menge zurückgefahren und Rebflächen gerodet, teilweise subventioniert durch die EU.

Namen wie Barolo, Barbaresco, Brunello und Chianti Classico sind bereits in alle Munde und immer mehr Weinfreunde in aller Welt erfreuen sich an diesen edlen Tropfen aus Italien. Sicherlich wird diese Palette großer italienischer Weine in Zukunft durch den einen oder anderen bisher unbekannten Namen ergänzt werden.

Rotwein aus Italien

Italienische Rotweine sind in aller Welt bekannt. Barolo, Brunello und Chianti sind allen Weinliebhabern ein Begriff. Dazu kommt die außerordentlich große Produktionsmenge italienischer Winzer. Doch bringt nicht allein Quantität, sondern vor allem Qualität Bekanntheit. Nahezu alle italienischen Regionen haben sich mittlerweile weltweit einen Namen gemacht. So treten die Abruzzen mit ihren hervorragenden Weinen aus der Montepulciano-Traube, nach und nach aus dem Schatten der anderen Regionen, auch wenn hier der Vino Nobile oder sein jüngerer Bruder Rosso di Montepulciano noch den größeren Namen haben. Auch das Veneto, wo Weine angebaut werden, die in den letzten Jahrzehnten den Ruhm der italienischen Weine mitbegründet haben, trägt wesentlich zu dieser Bekanntheit bei.
Dazu kommen italienische Rotweine aus der Toskana, die weltweit einen guten Ruf besitzen. Und nicht zu vergessen der Süden des Landes, wo aus Nero d'Avola und anderen heimischen Sorten hervorragender Rotwein gekeltert wird.

Roséwein aus Italien

Italienischer Roséwein ist nicht auf eine einzelne Weinbauregion in Italien begrenzt, sondern stammt aus dem gesamten Land, zum Beispiel aus der Toskana oder auch aus Apulien und den Abruzzen. Die meisten Roséweine, die in Italien gekeltert werden, haben eine herrlich fruchtige Note, die an Erdbeeren, Himbeeren und andere rote Früchte erinnert. Gleichzeitig hat ein Roséwein aus Italien mehr Säure als vergleichbare Tropfen aus Frankreich oder Spanien. Dieser Umstand ergibt sich aus den vielen säurebetonten Reben des Landes.
Viele italienische Roséweine sind sehr innovativ, denn in einigen Regionen ist die Rosato-Welle erst vor wenigen Jahren angekommen, sodass sich ihr junge, kreative Winzer angenommen haben. So erzeugen einige Weingüter in der Toskana, die sonst auf Brunello oder Chianti spezialisiert waren, nun auch einen Rosé. Ganz ähnlich verhält es sich im Süden des Landes, wo auf einmal hellrote Tropfen aus Primitivo oder Negroamaro gekeltert werden. Das Probieren lohnt sich!
In Italien ist übrigens die Bezeichnung Rosato oder auch Chiaretto gebräuchlich. Ein besonders heller Tropfen wird auch Cerasulo genannt.

Weißwein aus Italien

Italienischer Weißwein ist auf Grund der äußerst unterschiedlichen klimatischen und geologischen Verhältnisse sehr vielfältig.
Das Erfolgsgeheimnis der italienischen Winzer besteht darin, dass sie ein gutes Gespür dafür besitzen, welche Rebsorte in welcher Region besonders gute Qualität hervorbringt. Viele Experten sind sich dennoch einig: Der beste Weißwein aus Italien stammt aus dem Norden des Landes. Insbesondere im Friaul, wo die lokale Rebsorte Friulano langsam wieder in den Fokus rückt, und in Südtirol, wo hervorragender Pinot Bianco gekeltert wird, sind tolle italienische Weißweine zu finden.
Aber auch in Mittelitalien, vor allem in der Region Marken, entstehen sehr gute weiße Tropfen. Im Süden des Landes wird es schon schwieriger, da es hier vielerorts einfach zu heiß ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel!

Wichtige Rebsorten in Italien

Mehr als 2000 verschiedene Rebsorten gibt es Italien, damit ist das südeuropäische Land weltweit führend. Doch nur ein kleiner Teil dieser großen Vielfalt, nämlich rund 400 Sorten, ist für den Qualitätsweinbau zugelassen.
Die drei wichtigsten Rebsorten, die jeweils auf einer Fläche von mehr als 70.000 Hektar angebaut werden sind Sangiovese, Trebbiano und Catarratto. Große Bedeutung haben aber auch die Sorten Montepulciano, Merlot, Barbera und Negroamaro, die allerdings in weit geringerem Umfang kultiviert werden.

Insgesamt betrachtet ist Italien eher ein Rotweinland, denn fast alle großen Weine des Landes werden aus roten Rebsorten gekeltert, vor allem im Norden Italiens gibt es aber auch einige wirklich herausragende Weißweine.

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Wissenswertes über einzelne Weinbauregionen in Italien

  • Abruzzen – Vom Apennin beherrschte Region in Mittelitalien, die vor allem für Montepulciano bekannt ist.
  • Aostatal – Die kleine Region im Norden des Landes grenzt an Frankreich und die Schweiz.
  • Apulien – An der Adriaküste rund um Bari erstreckt sich dieser Weinbaubereich mit 25 DOC-Zonen.
  • Basilikata – Das kleine Anbaugebiet im Süden des Landes bringt sehr guten Aglianico hervor.
  • Emilia-Romagna – Parmaschinken, Parmesan, Balsamico und Wein machen diese Region in kulinarischer Hinsicht aus.
  • Friaul – Eigentlich heißt dieser Anbaubereich Friaul-Julisch-Venetien, wird aber meist als Friaul oder Friuli bezeichnet.
  • Kalabrien – An der „Schuhspitze“ des italienischen Stiefels liegt Kalabrien, eines der ältesten Weinbaugebiete des Landes.
  • Kampanien – Rund um Neapel erstreckt sich dieser Bereich, der vor allem für Rotwein bekannt ist.
  • Latium – Die Region rund um Italiens Hauptstadt Rom trägt den Namen Latium.
  • Ligurien – Der schmale Küstenstreifen mit dem Zentrum Genua ist für süßen Dessertwein bekannt.
  • Lombardei – In der Umgebung von Mailand ist eine der größten Anbauregionen Italiens gelegen.
  • Marken – An der Adriaküste, in Mittelitalien liegt dieser Anbaubereich, der vor allem für Verdicchio bekannt ist.
  • Molise – Zwischen Abruzzen und Apulien ist Molise gelegen.
  • Piemont – Das Piemont ist die Heimat von Barolo und Barbaresco.
  • Sardinien – Die zweitgrößte Insel im Mittelmeer bietet gute Voraussetzungen für den Weinbau.
  • Sizilien – Mit mehr als 100.000 Hektar Rebfläche ist Sizilien das größte Weinbaugebiet Italiens.
  • Südtirol / Trentino – Der deutschsprachige und der italienischsprachige Teil Südtirols bilden ein gemeinsames Weinbaugebiet.
  • Toskana – Das beliebte Reiseziel ist eines der berühmtesten Anbaugebiete in Italien.
  • Umbrien – Im Herzen Italiens wird unter anderem der bekannte Orvieto erzeugt.
  • Venetien – Neben dem Amarone werden fast ausschließlich Weißweine gekeltert.
 
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