Rebsorten-Informationen über die französische Rebe Calitor

Calitor - rote Rebsorte

Calitor

Fast ausgestorbene Sorte

Synonyme für Calitor Anglas, Blavette, Colitor, Col Tor, Foirad, Garriga, Picpoul de Fronton Ramonen, Rouxal, Siege Noir

Im Süden Frankreichs war die rote Rebsorte Calitor weit verbreitet, insbesondere in den Weinbauregionen der Provence sowie an der südlichen Rhône, auch auf Korsika waren Bestände zu finden. Seit den 1960er Jahren ist die Rebfläche in Frankreich, die mit Calitor bestockt ist, um rund 90% zurückgegangen und umfasst gegenwärtig weniger als 50 Hektar. Diese rote Rebe ist nach aktuellem Stand der Dinge vom Aussterben bedroht zumal sie in Rebschulen nicht mehr gezüchtet wird und Neupflanzungen seit Jahren nicht mehr vorgenommen wurden. In der Appellation Côtes de Provence ist die Calitor aber nach wie vor zugelassen.

Der Name der Calitor leitet sich von den provenzalischen Worten „col“ (Traubenstiel) und „tor“ (verdreht) ab. Damit wird der stark verwinkelte Stiel der Traube sehr gut beschrieben. Es gibt allerdings zahlreiche Synonyme für diese Sorte, die mit der ursprünglichen Bezeichnung keine Gemeinsamkeiten aufweisen und immer wieder zu Verwechslungen führen. Trotz ähnlich klingender Synonyme darf die Sorte nicht mit Braquet Noir, Jurancon Noir oder Piquepoul Noir verwechselt werden, bei denen es sich um eigenständige Sorten handelt.
Es gibt allerdings farbliche Mutationen der Calitor: Calitor Blanc und Calitor Gris, sodass die Calitor auch als Calitor Noir bezeichnet wird.

Bekannt ist diese rote Rebe spätestens seit dem 15. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen die ersten schriftlichen Belege.
Die ertragreiche Sorte erbringt leichte, wenig farbintensive Weine, die in der Regel ausschließlich zum Verschnitt genutzt werden.

Wein aus Süd-Frankreich aus unserem Sortiment

 
Stimmungsbild Header Weinhandel www.ps-wein.de