Rebsorten Nerello Cappuccio und Nerello Mascalese im Weinlexikon von ps-wein.de

Nerello - rote Rebsorte

Nerello in Kürze

Bezeichnung für mindestens zwei Sorten

Genau genommen ist Nerello keine Rebsorte, sondern lediglich ein Namensteil verschiedener in Italien, vorwiegend in Sizilien, kultivierte Reben. Verwirrend ist, dass dennoch selbst in den DOC-Bestimmungen häufig nur von Nerello die Rede ist.
So gibt es zwei unterschiedliche Reben, die als Nerello bezeichnet werden: Nerello Cappuccio und Nerello Mascalese. Diese beide Sorten werden sehr häufig miteinander verschnitten, was es nicht gerade einfacher macht, die beiden Reben auseinanderzuhalten. Darüber hinaus wird für Sangiovese auch das Synonym Nerello Campotu verwendet.

Nerello Cappuccio
Diese rote Rebsorte stammt aus Italien, vermutlich aus Sizilien, vielleicht aber auch aus Kalabrien. In beiden Weinregionen wird sie angebaut. Sie ist unter verschiedenen Synonymen bekannt, vor allem als Niureddu.
Ihren Namenszusatz „cappuccio“, der auf deutsch „Kapuze“ oder „Haube“ bedeutet, hat sie vom weißen Belag, der die Trauben überzieht.
Die mittel bis spät reifende Rebe wird häufig im gemischten Satz angebaut, was es sehr schwierig macht, genaue Mengenangaben für diese Rebsorte zu ermitteln. Ob die Flächenangabe von rund 500 Hektar stimmt, ist daher fraglich.
Aus der Nerello Cappuccio können weiche Rotweine mit Aromen von dunklen Beeren gekeltert werden. Zugelassen ist die Sorte in diversen italienischen DOC-Bereichen: Contea di Sclafani, Etna, Faro, Lamezia, Marsala, Monreale, Sant’Anna di Isola Capo Rizzuto, Savuto und Scavigna.

Nerello Mascalese
Diese rote Rebe stammt aus Italien und wird in erster Linie auf Sizilien angebaut, wo auch ihre Heimat vermutet wird. Besonders verbreitet ist sie in der Provinz Catania, wo auch die Stadt Mascali gelegen ist, von der sich der Name dieser Rebsorte ableitet. Sie ist aber auch in anderen Teilen Siziliens zu finden und bedeckt dort eine Rebfläche von insgesamt rund 2.500 Hektar. Sie ist in mehreren DOC-Weinen zugelassen: Contea di Sclafani, Etna, Faro, Marsala und Sambuca di Sicilia. Außerdem darf sie für den roten Marsala verwendet werden.
Die Nerello Mascalese wird häufig im gemischten Satz angebaut und gerne mit der Nerello Cappuccio verschnitten.
In kleinerem Umfang wird die Nerello Mascalese auch in Kalabrien angebaut, wo sie in den DOC-Weinen Lamezia und Sant’Anna di Isola Capo Rizzuto zugelassen ist.
Aus dieser Rebe werden hellrote Weine gekeltert, die über einen moderaten Alkohol- und Säuregehalt verfügen. Ihre Aromen sind von Noten roter Früchte bestimmt. Wird der Wein sorgfältig ausgebaut, verfügt er über ein gewisses Alterungspotenzial.

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