Informationen über die Rotwein-Rebe Raboso aus Italien

Raboso - rote Rebsorte

Raboso in Kürze

Italienische Rotweinsorten-Familie

Synonyme für Raboso Cruaja, Friulara, Nostrato Nero, Raboso Piave, Roboso Veronese

Die Raboso ist strenggenommen keine Rebsorte, sondern der Name einer Rotweinsorten-Familie aus Italien. Es gibt zwei Varianten dieser Rotweinsorte: Raboso Piave und Raboso Vereonese. Oft werden die beiden Varianten als Verschnittpartner genutzt, sodass es nicht verwundert, wenn von der einen Raboso-Rebe gesprochen wird. Dazu kommt, dass beide Sorten Weine ergeben, die sich stark ähneln. Sie sind in der Regel stark säurehaltig, haben einen hohen Tanningehalt, aber einen niedrigen Alkoholgehalt und sind nicht besonders farbintensiv.
Aufgrund dieser Eigenschaften ist es eher unwahrscheinlich, dass der von Plinius dem Älteren erwähnte Wein Picinia omnium nigerrima (= Wein schwärzer als Teer) aus einer der Raboso-Reben gekeltert wurde. Nachweisbar ist dies ohnehin nicht mehr, da aber die Weine relativ hell sind, gilt diese Annahme inzwischen als überholt.
Der Name Raboso könnte sich von zwei Dingen ableiten, zum einen ist der Raboso ein Fluss in Norditalien, zum anderen bedeutet rabioso übersetzt so viel wie „wild oder rabiat“, was auf den sehr herben, leicht adstringierenden Geschmack der Weine hindeuten könnte.

Raboso Piave
Die mit großer Wahrscheinlichkeit ältere Sorte in dieser Familie, da sie bereits im 17. Jahrhundert erwähnt wurde. Die Raboso Veronese taucht in schriftlichen Überlieferungen erstmals im 19. Jahrhundert auf.
Die Raboso Piave ist spät reifend und liefert hohe Erträge. Sie wird in erster Linie in der Provinz Treviso angebaut, außerdem rund um Padua. Sie wird für Stillweine und Schaumweine verwendet, oft im Verschnitt mit der Raboso Veronese.
Zugelassen ist die Sorte in diversen DOC- und DOCG-Weinen Norditaliens, unter anderem im Colli Euganei, Piave und Venezia.

Raboso Veronese
Wie auch die Raboso Piave ist diese Variante spät reifend und ertragreich. Ihre Weine sind allerdings etwas weniger tanninhaltig als die der Raboso Piave.
Der Anbau dieser Sorte konzentriert sich in erster Linie auf die Region Venetien. Sie kommt aber auch in den italienischen Weinregionen Emilia-Romagna und Friaul-Julisch-Venetien vor, außerdem soll es Bestände dieser Rotweinsorte in Argentinien geben.
Zugelassen ist sie für zahlreiche DOC- und DOCG-Weine in Norditalien.

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