Informationen über die ungarische Rebsorte Keknyelü

Informationen über Keknyelü

Keknyelü in Kürze

Stark im Rückgang begriffene Sorte

  • Farbe: Weißwein
  • Heimat: Ungarn
  • Region: Badascony

Synonyme für Keknyelü Blaustängler, Blaustiel, Piccolito Bianco, Piros Keknyelü, Ranful, Weisser Blaustingle, Weisser Pikolit

Der Name der weißen Rebsorte Keknyelü ist zunächst etwas irreführend, da „kek“ im Ungarischen „blau“ bedeutet. Vollständig übersetzt lautet der Name dieser Weißweinsorte „Blauer Stiel / Stängel“ und spielt auf die Farbe des Stängels, die leicht bläulich ist. Im deutschen Sprachraum sind daher auch Bezeichnungen wie Blaustängler oder Blaustiel für diese Sorte gebräuchlich.
Andere Synonyme für diese Weißweinrebe sind eher verwirrend und führen hin und wieder zu Verwechslungen. So wurde in erster Linie wegen der Namensähnlichkeit lange davon ausgegangen, dass die aus Italien stammende Picolit identisch sei. Inzwischen hat sich diese Annahme allerdings als falsch herausgestellt. Ob ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Sorten besteht, muss noch abschließend geklärt werden.

Die Keknyelü ist eine spät reifende Rebsorte, die anfällig für Verrieseln und Falschen Mehltau ist. Sie ist aber widerstandsfähig gegen Frost und Botrytis. Allerdings liefert die Keknyelü sehr schwankende Erträge. Die unsicheren Erträge sind der wichtigste Grund dafür, dass die Sorte nur noch selten zu finden ist. Vor allem in den 1970er Jahren wurde sie großflächig durch ertragreiche Reben ersetzt. Heute steht die Weißweinrebe in Ungarn nur noch auf gut 40 Hektar in der Region Badascony am Plattensee.
Wird die Keknyelü mit viel Sorgfalt behandelt, kann sie aromatische, körperreiche und säurebetonte Weißweine mit gutem Lagerungspotenzial erbringen. Schon allein wegen der geringen Anbaufläche sind diese Weine allerdings nur selten zu finden. Einige Weinexperten sind allerdings der Meinung, dass sich bei diesen Exemplaren um die besten Weißweine Ungarns handle!

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