Der Weinbau in Galicien rund um Santiago de Compostela

Weinbauregion Galicien

Karte Weinbaugebiet Galicien

Weinbau in Galicien

Im äußersten Westen Spaniens ist die autonome Region Galicien gelegen. Hauptstadt der Region, in der sich auch das Weinbaugebiet Galicien befindet, ist Santiago de Compostela. Mit seiner Lage am Atlantik, im Süden an Portugal angrenzend, hat Galicien mit seinen nicht allzu kalten Wintern und den niederschlagsreichen Sommern gute Voraussetzungen für den Weinbau.
Diese geografischen und klimatischen Bedingungen heben Galicien ganz deutlich von den anderen Weinbaugebieten Spaniens ab, so kühl und feucht ist es sonst in keinem der anderen Anbaubereiche in Spanien. Die klimatischen Bedingungen ergeben sich vor allem aus der Lage der Region, die an zwei Seiten vom Atlantik begrenzt und nach Osten von Bergen begrenzt wird. Dazu kommen zahlreiche Wasserläufe, die die Region durchfließen und der Region den Beinamen „Land der 1000 Flüsse“ gegeben haben. Im Zusammenspiel mit zahlreichen Sonnenstunden ergeben sich daraus ideale Voraussetzungen für den Weinbau.

Die Weinbautradition in Galicien geht auf die Römer zurück, die in der Antike auch über diesen Teil der iberischen Halbinsel herrschten und ihre Reben sowie ihr Weinbauwissen mitbrachten. Im Mittelalter waren es vor allem die Mönche in verschiedenen Klöstern, die den Weinbau aufrechterhielten. Im 19. Jahrhundert als ganz Europa von der Reblaus geplagt wurde, war auch Galicien betroffen. Diese Katastrophe, dazu die Weltkriege und die Wirtschaftskrise sowie die anschließende schwierige politische Situation im Land trugen dazu bei, dass der Weinbau deutlich zurückging. Erst mit dem Beitritt Spaniens zur Europäischen Union im Jahr 1986 ging es auch im Bereich Wein in Galicien langsam aber sicher wieder bergauf.

Inzwischen gibt es hier fünf DOs, von denen Rias Baixas sicherlich das größte Renommee besitzt.
Die klassifizierten Unterregionen liegen vor allem im Süden des Weinbaubereichs. Sub-Bereiche mit DO-Status sind Monterrei, Rias Biaxas, Ribeira Sacra, Ribeiro und Valderorras. Daneben gibt es zwei große Anbaubereiche für Tafelwein: Betanzos und Valle de Mino-Ourense.

Wichtigste Rebsorte in Galicien ist Albarino, aus der sowohl reinsortige Weißweine als auch Cuvées gekeltert werden. Verschnitten wird diese weiße Sorte häufig mit Godello, Loureiro, Torrontes und Treixadura. Die Rotweine aus diesem Teil Spaniens sind in der Regel sehr hell in der Farbe und weisen einen nicht allzu hohen Alkoholgehalt auf. Sie werden in erster Linie aus der Sorte Mencia gekeltert.

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